Anbauanleitung
Neuanlagen von Säumen
Anbauanleitung:
Neuanlagen von Säumen
Falsch wäre:
**Standortwahl **Säume sind längerdauernde, streifenförmige Strukturelemente “neben” den Fruchtfolgeflächen und werden auf Ackerland angesät. Am sinnvollsten werden Säume zwischen bestehenden Parzellen oder entlang von Gewässern, Hecken oder Waldrändern angelegt. Krautsäume sind anspruchslos auf Boden und Exposition. Sie wachsen grundsätzlich auf allen Flächen im Mittelland. Dabei sind auch schattige, nährstoffreiche und feuchte Parzellen durchaus geignet. Auf Parzellen, auf denen ein sehr hoher Druck von spontan wachsenden, ausdauernden Unkräutern zu erwarten ist, (Disteln, Winden, Quecken und Blacken) kann der Pflegeaufwand in den Folgejahren beachtlich hoch ausfallen.
Saatbettvorbereitung Die Saatbettvorbereitung für Säume beginnt mit einer tiefen und sorgfältig ausgeführten Bodenbearbeitung. Am besten eignet sich dafür der Pflug, der Grubber oder die Spatenmaschine. Der ersten, tiefen Bodenbearbeitung folgen einige weitere oberflächliche Boden-Bearbeitungen. Am besten eignet sich dazu die Federzinkenegge. . Neusaaten von Krautsaum-Mischungen erfolgen immer in ein sauberes, gut abgesetztes Saatbett. “Sauber” heisst, frei von Fremdbewuchs, Wurzelstöcken und Grasmotten die nachher wieder austreiben können. “Abgesetzt” heisst, die letzte tiefe Bodenbearbeitung liegt mindestens einen Monat zurück. Parzellen mit einem sehr hohen Unkrautdruck sollten vor der Saat während einigen Monaten regelmässig oberflächlich bearbeitet werden. Eine solche “Unkrautkur” ist sehr wirkungsvoll. Von einem flächiger Totalherbizideinsatz (Glyphos) wird dringend abgeraten: Es können Folgeschäden auftreten.
**Saatzeit **Die beste Saatzeit für Saum-Mischungen der Frühling und der Vorsommer, die Zeit zwischen Mitte April und Mitte Juni. Herbstsaaten sind in Ausnahmefällen möglich.
Saat: Die UFA -Krautsaum-Mischungen sind mit Saathelfer “gestreckt”. Somit beträgt die Gesamtstreumenge immer 4 g/m2. Saatmethode: a) Mit Krummenacher Sägerat oder einer anderen geeigneten Maschine, die sich exakt einstellen lässt. Das Saatgut wir nur oberflächlich abgelegt, es darf nicht eingedrillt werden (Lichtkeimer). b) Von Hand, breitwürfig in zwei Arbeitsgängen ausbringen. Nach der Saat wird die Fläche gut angewalzt . Eine Neuanlage wird niemals beregnet.
**Pflege im Aussaatjahr **Eine im Frühling ausgesäte Saum-Mischung blüht schon 8-12 Wochen nach der Aussaat der Klatschmohn und die Kornblumen. Gleichzeitig wächst aber auch das Unkraut. Dies ist normal und stört weiter nicht. Wenn aber die Unkräuter die Oberhand gewinnen, sollte ein Säuberungsschnitt vorgenommen werden. Diesem Reinigungsschnitt fallen aber auch die ausgesäten Ackerblumen zum Opfer. Eine Neuanlage sollte regelmässig auf ausdauernde Wurzelunkräuter kontrolliert werden. Blacken, Disteln Quecken und Winden sollten laufend bekämpft werden (Einzelstock Behandlung).
**Pflege in den folgenden Jahren **Ein Krautsaum wird jedes Jahr jedes Jahr zur Hälfte in Längsrichtung gemäht werden. Mulchen ist aus ökologischen Überlegungen nicht zu empfehlen, weil dadurch sehr viele Eier, Larven und ausgewachsene Insekten und Kleintiere zerstört oder getötet werden. Das Schnittgut muss abgeführt werden. Saumgesellschaften müssen jedes Jahr mehrmals und exakt auf ausdauernde Problemunkräuter und invasive Neophyten kontrolliert werden. Die Bekämpfung erfolgt laufend (Einzelstockbehandlung).
- Saatgut eindrillen
- flächiger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
- ein jährlicher, ganzflächiger Pflegeschnitt